Unser Klimaplan

Unser Weg zur Klimaneutralität.

Gemeinsam mit Vertreter*innen zahlreicher Organisationen, Expert:innen und Wissenschaftler*innen haben wir einen wissenschaftlich basierten Klimaplan erarbeitet. Darin orientieren wir uns an den bereits vorhandenen Lösungen von German Zero und den Scientists4Future. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Berechnung von konkreten Maßnahmen anhand des Treibhausgasbudgets für Rheinland-Pfalz. Hierbei rechnen wir mit einem für alle Menschen auf der Welt gleichen Pro-Kopf-Budget an CO₂-Äquivalenten. Dabei weiten wir die Perspektive aus dem Pariser Klimaabkommen auf das Stichwort Klimagerechtigkeit aus, so dass die Maßnahmen sozial gerecht & frei von jeglicher Diskriminierung  werden. Das ist die Grundlage der gesellschaftlichen Transformation, wie wir sie brauchen.

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4: Ökonomie

Ökonomie

Aktueller Stand

Kann “kontinuierliches Wirtschaftswachstum” überhaupt zukunftsfähig sein?

Im Jahr 2019 war der deutsche Ressourcenverbrauch so hoch, dass die dreifache Kapazität Deutschlands nötig gewesen wäre, um den gesamten Verbrauch der deutschen Bevölkerung zu decken. Demnach leihen wir uns jedes Jahr Ressourcen der zukünftigen Generationen und trotz dessen wird weiterhin ein Wachstum in der Wirtschaft angestrebt.

In Rheinland-Pfalz war allein der Industriesektor im Jahr 2015 für 37,2% der CO₂ Emissionen verantwortlich. Das hat zur Folge, dass in der Zukunft erhebliche Klimawandel-Anpassungskosten gezahlt werden müssen. Es werden dafür bis zum Jahr 2050 etwa 800 Mrd. Euro fällig. [2] Insbesondere wirtschaftsschwächere Bundesländer -wie Rheinland-Pfalz- werden stärker belastet. [3]

Unsere Vision

Unsere Vision ist eine regionale Wirtschaft, die nicht (nur) das Bruttoinlandsprodukt, sondern die Lebensqualität der Rheinland-Pfälzer erhöht und gleichzeitig die Grenzen der Erde einhält. Dafür wollen wir die rheinland-pfälzische Wirtschaft klimaneutral gestalten.

Im Zentrum steht die Stärkung von zukunftsträchtigen Arbeitsplätzen, die Umstellung auf erneuerbare Energien innerhalb der Industrie und Dienstleistungen sowie die Abschaffung von klimaschädlichen Subventionen.

Bestehende Unternehmen, Start-Ups und Forschungsprojekte, die einen positiven Einfluss bewirken und innovative Lösungsansätze entwickeln, werden vom Land gefördert und unterstützt. Solche Ausrichtungen beinhalten regionale Wertschöpfungsketten, eine verlängerte Lebensdauer der Endprodukte, Vermeidung von Flächenversiegelung und die Verwendung energiearmer Technologien.

Unsere Forderungen

Der Zuwachs zukunftsträchtiger Arbeitsplätze, die Umstellung auf erneuerbare Energien, sowie die Abschaffung von klimaschädlichen Wirtschaftsförderungen müssen beschleunigt werden. Die Fördermittel an Unternehmen in Rheinland-Pfalz sollen zudem stärker an eine Ausrichtung der Firmenstrategie auf das 1,5-Grad-Ziel geknüpft werden.

Konkrete Maßnahmenbereiche, die wir angehen werden:

Elektrifizierung & Umstieg auf 100% erneuerbare Energien

Umstellung auf nachwachsende und klimafreundliche Rohstoffe

Entwicklung einer umfassenden Kreislaufwirtschaft

Stärkung regionaler Technologie- und Innovationsstandorte in ganz Rheinland-Pfalz durch gezielte Förderung, Vernetzung und Beratung

Einbeziehung der Kosten für Klimafolgeschäden bei allen Entscheidungen und Ausgaben des Landes durch die Einführung eines CO₂-Schattenpreises von 195 € pro Tonne CO₂-Äquivalent

Quellen:

www.footprintnetwork.org

[1] Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (2017): Klimaschutzbericht des Landes Rheinland-Pfalz, Mainz.

[2] Kemfert C (2007) Klimawandel kostet die deutsche Volkswirtschaft Milliarden. DIW Wochenbericht 74(11):165–170.

[3] Kemfert C (2008) Kosten des Klimawandels ungleich verteilt: Wirtschaftsschwache Bundesländer trifft es am härtesten. DIW Wochenbericht 75(11):147– 142.

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